[Hessen und Drumherum] Mineralwasser kommt aus Quellen tief unter der Erde, die dort vor Verunreinigungen geschützt sind. Es ist daher von ursprünglicher Reinheit und gehört zu den Lebensmitteln, die sich bei richtiger Lagerung sehr lange halten. Mineralwasser in Glasflaschen trägt meist ein Mindesthaltbarkeitsdatum von zwei Jahren. Gabriele Kaufmann vom Bundeszentrum für Ernährung sagt: „In original verschlossenen Glasflaschen bleibt es bei kühler und dunkler Lagerung nahezu unbegrenzt in guter Qualität erhalten.“ Die Hersteller sind jedoch aus rechtlichen Gründen verpflichtet, ein Mindesthaltbarkeitsdatum anzugeben.
Auf Mineralwasser in PET-Flaschen steht in der Regel ein Mindesthaltbarkeitsdatum von einem Jahr. Der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) ist ein leichtes und bruchsicheres Material, das häufig für Getränkeverpackungen verwendet wird.
„PET ist weniger dicht als Glas, sodass mit der Zeit etwas Kohlensäure entweichen kann“, erklärt Kaufmann. Sie rät davon ab, PET-Flaschen über längere Zeit bei Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung zu lagern, etwa im Auto an heißen Sommertagen.
Hohe Temperaturen können dazu führen, dass geringe Mengen Acetaldehyd aus dem Flaschenmaterial in das Wasser übergehen. Der Stoff gilt zwar als gesundheitlich unbedenklich, kann aber Geschmack und Geruch beeinträchtigen. Moderne PET-Flaschen sind häufig mit speziellen Barrieren ausgestattet, wie Acetaldehyd-Blocker oder einer glasartigen Innenbeschichtung. Dennoch sind hohe Temperaturen besser zu vermeiden. Das Material verformt sich zudem ab etwa 60 Grad Celsius.
Ist die Flasche einmal geöffnet, sollte das Mineralwasser innerhalb von ein bis drei Tagen getrunken werden. Besonders bei warmem Wetter gehört die geöffnete Flasche in den Kühlschrank. Vor allem, wenn direkt aus der Flasche getrunken wird, können Mikroorganismen hineingelangen, wodurch sich die Haltbarkeit verkürzt. Grundsätzlich empfiehlt Kaufmann: „Riecht oder schmeckt Mineralwasser ungewohnt oder unangenehm, sollte es vorsichtshalber nicht mehr getrunken werden.“
Quelle Text: Julia Seeher, bzfe.de
Nachtrag von HESSENMAGAZIN.de
Nicht verbrauchtes stilles Wasser müssen Sie nicht weggießen. Sie können es aus der geschlossenen Flasche noch verwenden, um im Auto die Scheibenwaschanlage aufzufüllen, dem Hund bei krasser Hitze das Fell nass zu machen, Hände zu waschen, Sand von den Füßen oder Schlamm von den Schuhen abzuspülen und so weiter. Und wenn es nicht riecht und keine Trübung hat, kann man es sogar problemlos zum Gießen verwenden. Mineralien wie Magnesium und Calcium sind für Pflanzen sogar förderlich.
Doch trinken sollten wir (und unsere Tiere) es nicht mehr!
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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