[Welt] Die 17. Weltnaturkonferenz (COP17) ist am 31. Oktober 2026 nach zweiwöchigen, zähen Verhandlungen in der armenischen Hauptstadt Eriwan zu Ende gegangen. Die erste Bestandsaufnahme des globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal* verdeutlichte zwar positive Entwicklungen bei Schutzgebieten und der Renaturierung, zeigte jedoch zeitgleich, dass das aktuelle Tempo weltweit nicht ausreicht, um das Artensterben bis 2030 umzukehren. Aus diesem Grund fordern die Mitgliedstaaten im verabschiedeten „Pfad von Eriwan“ eine deutliche Beschleunigung aller Naturschutzmaßnahmen.
* Das Kunming-Montreal-Abkommen von Ende 2022 ist der wichtigste weltweite Vertrag zum Schutz der Natur - ein globaler Notfallplan, um unsere Lebensgrundlagen (sauberes Wasser, gesunde Böden, Luft und Artenvielfalt) zu retten: KLICKmal.
- Bis 2030 soll das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten gestoppt und der Zerfall der Natur umgekehrt werden.
- Mindestens 30 % der weltweiten Land- und Meeresflächen sollen bis dahin unter Schutz gestellt werden.
- Kaputte Ökosysteme (wie Moore, Wälder oder Flusslandschaften) sollten dann wieder funktionieren,
- Gleichzeitig müssen Gifte und Müll reduziert und das Risiko durch Pestizide halbiert werden.
- Außerdem: Reiche Länder unterstützen ärmere Länder finanziell beim Naturschutz.
- Umweltschädliche Fördergelder werden gestrichen.
Zwei Wochen lang haben Politiker aus aller Welt auf dieser 17. Weltnaturkonferenz intensiv darüber verhandelt, wie das weltweite Artensterben gestoppt werden kann. Das Treffen galt als wichtige Halbzeitkonferenz, um zu prüfen, ob die vor vier Jahren beschlossenen, ehrgeizigen globalen Naturschutzziele überhaupt noch erreicht werden können. Die Bilanz fällt gemischt aus: Es gibt zwar spürbare Fortschritte, doch das weltweite Tempo reicht bei Weitem nicht aus.
Die Konferenz lieferte eine ehrliche und ernüchternde Bestandsaufnahme der weltweiten Lage. Zwar stehen international mittlerweile mehr Gebiete unter Schutz und zerstörte Naturlandschaften beginnen sich an vielen Orten wieder zu erholen, doch die Staatengemeinschaft hinkt ihren eigenen Plänen hinterher.
Wenn die Maßnahmen nicht drastisch beschleunigt werden, sind die gesetzten Ziele für das Jahr 2030 nicht mehr einzuhalten. Unter dem Namen „Pfad von Eriwan“ wurde daher ein dringender Appell verabschiedet, der alle Länder zu spürbar mehr Tempo beim Schutz der biologischen Vielfalt verpflichtet.
Ein zentraler Streitpunkt der Verhandlungen war wie so oft das Geld. Die Frage, wie der globale Naturschutz dauerhaft finanziert werden soll und welche Länder wie viel beitragen, führte zu zähen Diskussionen. Eine endgültige Einigung auf einen festen Finanzmechanismus blieb aus und wurde auf die nächste Konferenz vertagt. Immerhin konnte ein konkreter Arbeitsmodus vereinbart werden, um vor allem die am wenigsten entwickelten Staaten sowie kleine Inselstaaten künftig gezielter zu unterstützen.
Deutschland positionierte sich dabei erneut als verlässlicher Partner und bleibt der international größte Geldgeber für den Naturschutz. Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte, dass man es sich schlicht nicht leisten könne, achtlos mit den eigenen Lebensgrundlagen umzugehen. Neben den globalen Zusagen versprach er, auch in Deutschland die gezielte Wiederherstellung von geschädigten Ökosystemen konsequent voranzutreiben, da intakte Natur eine Grundvoraussetzung für gesundes Leben und erfolgreiches Wirtschaften sei.
Einen echten Durchbruch gab es hingegen bei den Rechten der indigenen Völker und lokalen Gemeinschaften. Da diese Menschen oft in den biologisch wertvollsten Regionen der Erde leben, wurde ihre Rolle als Hüter der Natur offiziell gestärkt. Ein neu geschaffenes Gremium sorgt dafür, dass sie in Zukunft offiziell mitentscheiden dürfen, wie die Natur vor ihrer Haustür geschützt wird. Ihr traditionelles Wissen und lokale Mitspracherechte werden bei zukünftigen Entscheidungen fest verankert .
Weniger greifbar blieben die technischen Details zu den Gewinnen aus digitalen Gendaten von Pflanzen und Tieren. Da sich die Verhandlungspartner nicht final einigen konnten, startet hierzu vorerst eine Testphase.
Nach zähem Ringen richtet sich der Blick nun nach Südamerika, wo im Jahr 2028 in Ecuador die nächste Weltnaturkonferenz stattfinden wird. Bis dahin müssen die Nationalstaaten beweisen, dass sie ihre Hausaufgaben verstanden haben.
Originalquelle: https://presse.bundesumweltministerium.de/ <-KLICK
Quelle: KI Googles Gemini - für HESSENMAGAZIN.de ergänzt und allgemeinverständlich aufbereitet ;-)
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