[Heim und Berg] Er ist tiefergelegt, extrem schnell, sportlich, unheimlich schlau und mächtig eigen-sinnig. Nachdem Michel nun seine Grundängste abgelegt hat und sich bei uns sicher fühlt, müssen wir lernen, mit ihm adäquat umzugehen - ehe dieser Charakterhund auf dem Weg zum Erwachsenwerden die Führung übernimmt. Michel müsste heute 483 Tage alt sein, also 1 Jahr und knapp 4 Monate (* Ostern 2025). Das ist für einen Corgi-Mix mit Heeler‑, also Treib- und Hütehund‑Anteil die Adoleszenz-Zeit.
Körperlich ist Michel jetzt endgefertigt :-)
Nun folgt neben der körperlichen Entwicklung nacheinander noch die psychische, emotionale und soziale Reifung. Um mit uns zu einem Team zusammenzuwachsen, geht noch es um:
- Impulskontrolle, Reizverarbeitung und die Fähigkeit, Situationen einzuordnen.
- Die emotionale Reifung betrifft Stressverarbeitung, Bindungssicherheit und die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen. Das dauert ebenfalls etwas bis zum Alter von ca. 24 Monaten.
- Der soziale Part ist der späteste Teil im Programm: Rollenakzeptanz, weniger jugendliches Testen, klare Kommunikation. Treibhunde wie Corgi‑Mixe erreichen diese Phase oft erst nach zwei Jahren.
Dass unser ständiger Begleiter sich in einer neuen Phase befindet, bemerkten wir daran, dass er beginnt, uns bei Körperkontakt zu schieben und anzustupsen. Ganz zart, aber nachhaltig und ziemlich oft. Auf der anderen Seite passt er gut auf, uns beim spielerischen Raufen nicht mehr zu beißen.
Wir haben die KI konsultiert, um uns Informationen dafür aus dem Internet zu holen:
Das ist kein Welpenverhalten mehr, sondern ein jugendliches Treib‑ und Kontrollverhalten, das sich jetzt herausbildet. Er testet damit seine Rolle, seine Einflussmöglichkeiten und die Reaktion - ein Zeichen dafür, dass er sich sozial weiterentwickelt und beginnt, aktive Kommunikation einzusetzen, statt nur zu reagieren.
Gleichzeitig zeigt er beim spielerischen Raufen eine bemerkenswerte Hemmung. Dass er nicht beißt, obwohl er körperlich hochfährt, ist ein Zeichen von emotionaler Reife. Er kann nun seine Kraft dosieren, weiß, was erlaubt ist, und hält sich an Regeln, die du ihm vermittelt hast. Michel lotet nun Grenzen aus und festigt gleichzeitig seine Bindung zu dir. Bei seiner neuen Art Kooperation beweist er, dass er dich ernst nimmt, aber auch, dass er seine eigene Position im sozialen Gefüge neu bewertet. (Copilot)
Guck an: Das erste Anzeichen von Respekt :-)
Mein persönlicher Hund Nr. 3 nach Julius vom Dorf (Spitzmix) und Leo aus Rumänien (Herdenschutz- und Hofhund-Mix) hat ein Treibhund (Michel aus dem Tierheim), also unser Corgi‑Heeler einen eingebautem Spezialmodus und ist genetisch anders spezialisiert.
Solche Hunde - im Original Welsh Corgi und Australian Cattle Dog („Heeler“) – wurden über Generationen darauf gezüchtet, Vieh durch Druck, Nähe, Stupsen und kontrollierte Bewegung zu steuern. Dieses Arbeitsprogramm läuft auch ohne Rinder weiter: im Alltag, auf dem Spaziergang, im Garten.
Michel zeigt diese Veranlagung deutlich: Er kontrolliert, drängt nach vorn und versucht, Bewegungsrichtungen zu beeinflussen. Das ist kein Fehlverhalten, sondern ein automatischer Arbeitsmodus, der sich sogar im Minutentakt meldet, wenn man ihm keine klare Führungsstruktur gibt.
Was die KI aus dem Internet an Erklärungen dafür findet:
Warum Führung bei Treibhunden nur körperlich funktioniert: Treibhunde reagieren extrem sensibel auf Ausrichtung und Raumkontrolle. Worte spielen kaum eine Rolle. Entscheidend ist die Körperrichtung des Menschen: Wer vorne geht, führt. Wer hinten geht, folgt.
Wenn Michel vorne ist, übernimmt er sofort Aufgaben: Schnüffeln, Sortieren, Kontrollieren. Wenn er hinten läuft, schaltet er in den Folgemodus – der Hund wird ruhiger, ansprechbarer und lässt die Umgebung in Ruhe.
Wie man den Zustand stabil hält: Der Schlüssel liegt darin, Michel keine selbstgewählten Aufgaben zu ermöglichen. Das heißt: Der Mensch geht immer zuerst los, bleibt zuerst stehen, wechselt zuerst Richtung. Michel folgt. Dadurch verliert er den inneren Auftrag, sich ständig nach vorn zu orientieren.
Wenn er nicht mehr zwanghaft die Straße „bearbeitet“, funktioniert das Hinter‑dem‑Menschen‑Gehen zuverlässig – der Arbeitsmodus wird nicht mehr getriggert.
Michels Spezialprofil
Ein Corgi‑Heeler ist ein Hund, der Führung nicht über Worte, sondern über klare, ruhige Körperausrichtung versteht. Wird diese Linie konsequent gehalten, entsteht ein stabiler, entspannter Zustand: Der Hund arbeitet nicht, sondern begleitet. Für Halter bedeutet das weniger Korrektur im Alltag und einen Hund, der seine genetische Energie nicht gegen die Umgebung richtet, sondern in geordneten Bahnen läuft. (Copilot)
Puhhhhhhhhhhhhhh, das hätte / hat uns bisher niemand besser klar gemacht!
Dann haben wir ja noch eine gute Chance, bei Begegnungen mit diesen alleswissenden "Profis" von der Straße kein mitleidiges (höhnisches?) Grinsen mehr auszulösen: "Mit so einem kleinen, niedlichen Hund kann die nicht umgehen, haha."
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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