Landkreis Wetterau - Screenshot (c) openstreetmap.org
[Hessen] Von der Ferne betrachtet ist die Wetterau selten auf den ersten Blick zu sehen, denn sie ist ein recht flacher Landstrich nördlich von Frankfurt am Main, eingebettet zwischen Taunus und Vogelsberg. Die einstige "Kornkammer" Hessens wird immer noch als fruchtbare Kulturlandschaft bezeichnet. Wikipedia beschreibt sie als eine der ertragreichsten Ackerbauregionen Hessens im Rhein‑Main‑Tiefland, benannt nach dem Fluss Wetter. Tourismusportale betonen das Angebot aus Natur, historischen Orten und Genusskultur und präsentieren die Wetterau als Ausflugsregion mit vielfältigen Sehenswürdigkeiten.
Reise‑ und Ausflugsseiten heben zudem die über 2000‑jährige Geschichte hervor. Zu den markanten Sehenswürdigkeiten der ganzen Region gehören die Reichsburg Friedberg, die Burg Münzenberg als weithin sichtbare Doppelburganlage, der Keltenwelt‑Glauberg mit Museum und rekonstruiertem Fürstengrab, die Altstadt Büdingen mit Schloss und Stadtbefestigung, die Römeranlagen entlang des Limes bei Bad Nauheim, Ober‑Mörlen und Echzell sowie die Auenlandschaften der Nidda und Horloff, die heute großflächige Schutzgebiete bilden.
Über den Landkreis Wetterau hinaus entsteht so das Bild einer landschaftlich reizvollen, geschichtlich tief verwurzelten Region, die sowohl für Erholung als auch für kulturelle Entdeckungen steht.
Die größte Stadt im Landkreis ist Bad Vilbel mit rund 34.000 Einwohnern. Auf dem zweiten Platz folgt die Stadt Bad Nauheim mit 32.000 Einwohnern. Die Kreisstadt des Wetteraukreises ist Friedberg (Hessen) mit 29.000 Einwohnern. Alle drei sind prägende Zentren mit eigenem Profil, verrät uns unser "Assistent", der KI-Chatbot Copilot:
Bad Vilbel zeichnet sich durch die Lage direkt am nördlichen Rand Frankfurts aus. Die Stadt ist wirtschaftlich stark, wächst dynamisch und verbindet urbane Nähe mit landschaftlicher Offenheit. Die Mineralquellen prägen den Ort seit Jahrhunderten, ebenso der Kurpark und die Burg, die als Bühne der Burgfestspiele dient. Bad Vilbel ist damit ein modernes Mittelzentrum mit historischer Identität und hoher Lebensqualität.
Bad Nauheim ist ein klassischer Kurort mit internationaler Geschichte. Die Jugendstil‑Bauten, insbesondere der Sprudelhof, gehören zu den bedeutendsten Ensembles jener Epoche in Europa. Die Stadt verbindet Kurtradition, Gesundheitswirtschaft und ein starkes kulturelles Profil. Der große Kurpark, die Gradierbauten und die historische Bäderarchitektur und besondere Veranstaltungen machen Bad Nauheim zu einem besuchenswerten Ort in der Wetterau.
Friedberg ist die historische Schaltstelle der Region. Heute ist sie die Kreisstadt und damit Verwaltungs‑ und Bildungszentrum der Wetterau. Als ehemalige Reichsstadt mit der mächtigen Burg, der langen Stadtmauer und dem markanten Adolfsturm weist die Stadt ein sichtbares mittelalterliches Erbe auf: Im Mittelalter eine Reichsstadt und direkt dem König unterstellt, war sie war Sitz der Burgmannschaft und politischer Mittelpunkt des Wetterauer Raums. Sie gehörte zu den Städten, die im 13. Jahrhundert die Wetterauer Messen etablierten. Ihre Lage und Nähe zu Frankfurt machten Friedberg zu einem wichtigen Markt‑ und Handelsplatz.
Tja, und trotzdem findet man momantan das kulturelle Nest der Wetterau in kleinen Bingenheim, einem Ortsteil von Echzell beim Verein Kultur und Land. Von dort aus werden heuer vom 4. September bis 4. Oktober 2026 die Landerlebniswochen als Netzwerk mit Veranstaltungen organisatorisch gebündelt.
Während der Landerlebniswochen Wetterau finden in der Region Konzerte, Theater, Tanz, Ausstellungen, Feste, Märkte sowie Natur‑ und Hofveranstaltungen statt. Ziel ist es, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen, Begegnungen zu ermöglichen und Menschen, Vereine, Initiativen und Orte langfristig zu vernetzen. Das Projekt ist Teil des bundesweiten Programms Aller.Land, das Kultur und Beteiligung in ländlichen Regionen fördert.
Die Höhepunkte sind das Bingenheimer Kulturfest zum Auftakt, das Sommerfest der Bürgerstiftung Altenstadt, der Tag des offenen Hoftores in Wallernhausen, das Gartenfest im Saugarten in Butzbach, die Ausstellung „Kunst verbindet“ im Herrnhaag sowie das Abschlussevent in Ortenberg‑Selters.
Plus ein Wiedersehen mit Hans Schwab und Ronka Nickel:
Bewegung, Tanz und Improvisation im dasgute.haus Ortenberg:
Am Wochenende des 12. und 13. September 2026 findet im dasgute.haus in Ortenberg (Haus an den Salzwiesen, Am Orlespfad 1) ein kostenfreier Workshop zu Bewegung, Tanz, Theater und Improvisation statt für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Erleben, kreatives Experimentieren und das Erproben von Ausdrucksformen aus Tanz‑ und Theaterarbeit. Die Veranstaltung beginnt am Samstag (14 bis 18.30 Uhr) und wird am Sonntag (11 bis 18 Uhr) fortgesetzt. Im Rahmen des Abschlussfests der Landerlebniswochen besteht dann am 3. Oktober 2026 die Möglichkeit, die Ergebnisse auf der Bühne zu präsentieren.
Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Anmeldung bis zum 30. August 2026 per E‑Mail an
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erforderlich.
Das komplette Ganze ist nicht leicht zu durchschauen, aber es wird sicher interessant. Deswegen verweisen wir bis zum Ende des Kulturmonats (ausnahmsweise mal) auf den Instagram-Account des Vereins: HIER <-KLICK.

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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