Fördergeldübergabe © IfLS Beratung und Projekte GmbH
[Hessen] Anscheinend gibt es keine grundsätzliche Notwendigkeit, sich in Pressemeldungen allgmeinverständlich auszudrücken. Wahrscheinlich geht man davon aus, dass den Text in der Redaktion sowieso keiner durchliest... und schon gar nicht redigiert (zur Veröffentlichung aufbereitet). Dafür müsste der Empfänger ihn nämlich verstehen. Kürzen und zusammenfassen kann das Gesendete zwar die KI, doch verständlicher wird Unverständliches dadurch nicht. Testen Sie mal diese Information: "Das Hessische Landwirtschaftsministerium fördert 17 neue Projekte zur Innovation und Zusammenarbeit in der Landwirtschaft mit insgesamt 6,62 Millionen Euro."
Klar, dass man wissen will, wer und warum es so einen Batzen Geld wofür gibt.
Also lassen wir erstmal kürzen und erhalten als Ergebnis:
Staatssekretär Daniel Köfer übergab die Bescheide auf dem Hof Jung in Pohlheim‑Holzheim an neun neue Operationelle Gruppen im Rahmen von EIP‑Agri sowie acht Zusammenschlüsse im Bereich Netzwerke und Kooperationen. Die Vorhaben reichen von digitalen Anwendungen im Weinbau über neue Ansätze in Pflanzenbau und Tierhaltung bis zur Förderung von Biodiversität und regionaler Wertschöpfung. Der Praxisbezug wurde durch die Vorstellung der OG „Mohnsorten“ verdeutlicht.
Insgesamt unterstützt Hessen nun 23 EIP‑Agri‑Projekte und 15 Kooperationsvorhaben. Die Förderung erfolgt zu 80 Prozent aus ELER‑Mitteln und zu 20 Prozent aus Landesmitteln; umgesetzt wird sie gemeinsam durch das Landwirtschaftsministerium, das Regierungspräsidium Gießen, den LLH und das IfLS.
Schon der erste Satz wirft Fach-Fragen auf: EIP-Agri? - Operationelle Gruppen, Zusammenschlüsse / Netzwerke Kooperationen?
Tja, so erfahren wir, dass Hessen (wer denn genau?) 23 plus 15 dieser unerklärten Projekte mit Geldsegen bedenkt. Wobei 80 Prozent aus ELER-Mitteln (?) gefördert werden. Die Umsetzer (?) sind neben dem Landwirtschaftsministerium, das Regierungspräsidium Gießen, der LLH und das IfLS.
ARGHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!
Hier die ganze Meldung vom 20.08.2026
PRESSEINFORMATION
Wiesbaden, 20. August 2026
NEUE VORHABEN FÜR EINE FORTSCHRITTLICHE UND NACHHALTIGE LANDWIRTSCHAFT IN HESSEN
Landwirtschaftsstaatssekretär Daniel Köfer hat Förderbescheide in Höhe von insgesamt 6,62 Millionen Euro für 17 neue EIP-Agri-Projekte und Zusammenschlüsse überreicht
Das Hessische Landwirtschaftsministerium unterstützt mit insgesamt rund 6,62 Millionen Euro 17 neue Vorhaben im Rahmen der Förderung von Innovation und Zusammenarbeit, die eine nachhaltige Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Hessen unterstützen. Staatssekretär Daniel Köfer hat am Mittwoch auf dem Hof Jung in Pohlheim-Holzheim die Förderbescheide an Vertreterinnen und Vertreter der neun neuen Operationellen Gruppen (OG) sowie der acht geförderten Zusammenschlüsse überreicht.
„Die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit bringt Akteure aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und ländlichen Regionen zusammen, um gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln. Die hohe Beteiligung an den jüngsten Förderaufrufen zeigt das große Engagement der hessischen Partner“, sagte Köfer.
Unterstützt werden neun OGn im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) sowie acht Zusammenschlüsse im Förderbereich „Zusammenarbeit – Netzwerke und Kooperationen“. Die Vorhaben befassen sich unter anderem mit digitalen Anwendungen im Weinbau, neuen Ansätzen im Pflanzenbau und in der Tierhaltung, der Verwertung von Agrarrohstoffen, der Förderung der Biodiversität sowie dem Aufbau regionaler Wertschöpfungs- und Vermarktungsstrukturen. Damit spiegeln sie die große thematische Bandbreite und den hohen Praxisbezug der Förderung wider.
Der Veranstaltungsort machte den Praxisbezug der Förderung zudem deutlich: Der Hof Jung ist selbst Partner eines bereits geförderten Innovationsvorhabens. Die Operationelle Gruppe „Mohnsorten“ stellte ihre Arbeit vor und zeigte, wie Erkenntnisse aus laufenden Projekten für neue Vorhaben nutzbar gemacht werden können.
Mit dem Start der neuen Vorhaben werden in der aktuellen EU-Förderperiode in Hessen nun insgesamt 23 EIP-Agri-Vorhaben sowie 15 Vorhaben im Bereich Zusammenarbeit unterstützt.
Folgende 17 Gruppen haben einen Förderbescheid erhalten:
Operationelle Gruppen (EIP-Agri Förderung):
- Die OG „KI-Trainer – KI-gestützter virtueller Rebschnitt-Trainer für den Weinbau“ koordiniert durch die 2farm GmbH.
- Die OG „Nuss IQ – Innovative Strategien zur Verbesserung von Qualität und Ertrag in regionalen Haselnussanlagen durch Blattapplikationen von Bor, Zink und Silizium“ des Fachgebiets Ökologischer Pflanzenschutz der Universität Kassel.
- Die OG „Brokkoli Ganzpflanzenverwertung (BLAST) – Co-kreative Produktentwicklung aus der Ganzpflanzenverwertung ökologisch gezüchteter Brokkolisorten“ von Kultursaat e.V.
- Die OG „Sicherung Saatkartoffel (HESPA) – Hessischer Pflanzenkartoffelanbau – erhalten und stärken – mit Grenzwert und praxistauglichen Ansätzen zum Erfolg“ der Res naturae QSV GmbH.
- Die OG „GrassValue – Miscanthus XOS für effizienteres Futter und Fasern für klima-freundliches Bauen“ koordiniert durch die Professur für Nachwachsende Rohstoffe und Bioressourcen der Justus-Liebig-Universität Gießen.
- Die OG „BiSoN – Bienenfreundliche Sorghum-Dualtyp Neuzüchtungen“ der Professur für Pflanzenzüchtung der Justus-Liebig-Universität Gießen.
- Die OG „Hofkäsequalität – Entwicklung eines sensorischen Qualitätssystems für Hofkäsereien“, koordiniert durch das Fachgebiet Agrartechnik der Universität Kassel.
- Die OG „NAWATI – Nachhaltige Wassernutzung in tierhaltenden Betrieben“ hauptverantwortlich vom DLG e. V., Fachzentrum Landwirtschaft und Lebensmittel koordiniert.
- Die OG „AVI-HUMIN – Huminsäuren zur Förderung der Geflügelgesundheit und Reduktion des Antibiotikaeinsatzes“ des DLG e. V., Fachzentrum Landwirtschaft und Lebensmittel.
Zusammenschlüsse (Förderung von Netzwerken und Kooperationen):
- Der Zusammenschluss „HessenKräuterForum – Verbesserung der Zusammenarbeit im Heil- und Gewürzpflanzenanbau in Hessen“ des Ökoplant e.V.
- Der Zusammenschluss „Netzwerk Vespa velutina Hessen – Verbund zur Kontrolle von Vespa velutina in Hessen“ des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen, Bieneninstitut Kirchhain.
- Der Zusammenschluss „Überregionaler Streuobstpakt Main-Kinzig – Aufbau von Vermarktungsstrukturen für Streuobstprodukte im Main-Kinzig-Kreis und Kreis Offenbach“ unter Federführung des Landschaftspflegeverbands Main-Kinzig-Kreis e.V.
- Der Zusammenschluss „Streuobstinitiative im Landkreis Kassel zukunftsfähig gestalten (SILKA) – Förderung der Nutzung von Streuobstbeständen im Landkreis Kassel zum Erhalt der Artenvielfalt und des Biotopverbundes – Erhalt durch Nutzung“, koordiniert durch den Landschaftspflegeverbands Landkreis Kassel e.V.
- Der Zusammenschluss „Streuobst-Klima-Kompass – Netzwerk und Orientierungshilfe für klimafitten Streuobstanbau im Rhein-Main-Gebiet“, koordiniert durch die Hochschule Geisenheim University, Institut für Landschaftsplanung und Naturschutz.
- Der Zusammenschluss „Kooperationsnetzwerk TinyBioDiv Hessen (TinyKoop) – Tiny Houses als Nische für biodiversitätsorientierten Landtourismus – Entwicklung eines Kooperationskonzepts zwischen Landwirtschaft, Gastgewerbe und Umweltschutz“ unter Federführung von Tolle Consulting.
- Der Zusammenschluss „Vogelsberger Rotes Höhenvieh – Markteintritt für das Vogelsberger Rote Höhenvieh“ des Vogelsbergkreises, Amt für Wirtschaft und ländlichen Raum.
- Der Zusammenschluss „Verarbeitungsnetzwerk Würfelgemüse – Inklusives Vorverarbeitungsnetzwerk für regionales GV-Gemüse in Nordhessen“ des Forschungsinstituts für biologischen Landbau e.V..
Weitere Informationen sowie Kontaktdaten gibt es auf den Internetseiten des Hessischen Landwirtschaftsministeriums und des Regierungspräsidiums Gießen:
https://landwirtschaft.hessen.de/eip-agri-2023-2027
https://rp-giessen.hessen.de/natur/landwirtschaft-foerderprogramme/innovation-und-zusammenarbeit/europaeische-innovationspartnerschaft
Hintergrund
Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) werden seit 2015 innovative Vorhaben der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft sowie des Wein- und Gartenbaus gemäß den „Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung von Innovation und Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und den ländlichen Gebieten“ (RL-IZ) gefördert. Seit 2023 erfolgt die Förderung über den „GAP-Strategieplan 2023-2027“. Die für die Projekte gewährte Förderung erfolgt zu 80 Prozent aus EU-Geldern des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) und zu 20 Prozent aus Mitteln des Landes Hessen. Die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP-Agri) und die Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit bilden hierfür die zentralen Instrumente, die gemeinsam vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, dem Regierungspräsidium Gießen, dem LLH und dem Frankfurter Institut für Ländliche Strukturforschung (IfLS) als Hessischer Innovationsdienstleister umgesetzt werden.
Hintergrund für die Redaktionen:
Das beigefügte Foto können Sie mit © IfLS Beratung und Projekte GmbH gerne für Ihre Berichterstattung nutzen.
Quelle: Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Das Problem ist genau das: Die Berichterstattung!
Wie kann eine Redaktion einen so umfangreichen Inhalt an die Öffentlichkeit transportieren, der lediglich für Projektträger, Verwaltungen, EU‑Stellen verfasst wurde?
Es bräuchte klar Verständliches ohne Fachjargon. So etwa: "Hessen fördert neue Ideen für eine moderne und umweltfreundliche Landwirtschaft. 17 Projekte erhalten zusammen 6,62 Millionen Euro. Die Vorhaben reichen von besserem Weinbau über neue Futterpflanzen bis zu Projekten für mehr Artenvielfalt. Wissenschaft und Betriebe arbeiten dafür eng zusammen, damit die Ergebnisse später direkt in der Praxis genutzt werden können."
Wobei immer noch die Frage offen bleibt: Wo kommt das Geld her und wie wird bitteschön entschieden, wer was wofür bekommt..?
Denn genau das ist hochinterssant für Alfred Steuerzahler und Elfriede Verbraucherin: Es geht um Projekte, die direkt in der Praxis wirken und Landwirtschaft sowie ländliche Räume zukunftsfähiger machen.
AHA. Was heißt das genau, haben wir die KI gefragt
Copilots Antwort:
Das Geld soll nicht in theoretische Forschung fließen, sondern in Projekte, die Landwirten, Regionen und Umwelt tatsächlich etwas bringen. Also Dinge, die man auf dem Hof, im Weinberg, im Stall oder in der Region wirklich anwenden kann – nicht nur auf Papier.
Konkret bedeutet das:
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Praxisnutzen: Ein Projekt muss ein echtes Problem lösen – z. B. Wasser sparen, Pflanzen robuster machen, Tiergesundheit verbessern, Vermarktung vereinfachen.
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Direkte Anwendung: Die Ergebnisse sollen so gestaltet sein, dass Betriebe sie sofort nutzen können.
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Zukunftsfähigkeit: Die Landwirtschaft soll widerstandsfähiger werden – gegen Klimawandel, Marktprobleme, Fachkräftemangel, Ressourcenknappheit.
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Regionale Wirkung: Auch die Dörfer und Regionen sollen profitieren – etwa durch neue Wertschöpfung, Kooperationen oder Umweltmaßnahmen.
Pffffffffffffffffffffffffff, davon wüssten wir nun gerne mehr 
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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