[Hessen] "Damit Zusammenarbeit reibungslos und erfolgreich funktioniert, sind eine gute Vorbereitung und eine enge Abstimmungen ganz wesentliche Faktoren," sagte neulich ein hessischer Landrat bei der Dienstversammlung seiner Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Das zeigt vor allem eines: Entscheidend ist nicht das Ob, sondern das Wie. Denn Zusammenarbeit funktioniert erst dann, wenn die "operative Mechanik" stimmt.
Tja, reibungslose, also: gradlinige Abläufe entstehen nicht durch Appelle, sondern durch klar eingeteilte Zuständigkeiten, festgelegte Routinen und kurze Kommunikationswege. Am Ende stehen dann im besten Falle als Ergebnis verbindliche Entscheidungen und durchführbare Aufgaben :-)
Die operative Mechnik
Regeln aus dem Profibereich lassen sich sogar in Vereinen erstaunlich einfach umsetzen
Nochmal: Zusammenarbeit funktioniert nur gut, wenn Zuständigkeiten eindeutig sind, Abläufe den gemeinschaftlich vereinbarten Routinen folgen und Kommunikationswege klar definiert sind. UND damit nichts verpufft, müssen Entscheidungen verbindlich dokumentiert werden, damit sie anschließend umgesetzt werden können.
Was Sitzungen anbelangt
Offizielle Zusammenkünfte des Vorstands sollten nicht zum Improvisationstheater mutieren, weil Sitzungen absolut kein Luxus sind, sondern die Voraussetzung dafür, dass Ehrenamt nicht im Klein‑Klein stecken bleibt.
Wer die "Mechanik" etabliert, macht den Verein handlungsfähig. Denn die Ehrenamtlichen scheitern selten an Ideen, sondern fast immer an Abläufen. Wenn man die Logik aus Verwaltung/Projektarbeit übernimmt, landet man bei den fünf Grundprinzipien.
1) Klare Zuständigkeiten: Nicht „Wir kümmern uns“, sondern: Wer macht was – bis wann – mit welchem Ergebnis? Dafür reicht ein Satz pro Aufgabe. (Alles andere ist Chaos mit Ansage :-)
2) Feste Routinen: Wöchentliche 15‑Minuten‑Abstimmung, monatliche To‑do‑Liste, Quartalsplanung in aller Regelmäßigkeit ersetzen unnötige Diskussionen und verhindern Überraschungen.
3) Kurze gut dokumentierte Kommunikationswege: Ein Kanal pro Thema. Keine WhatsApp‑Explosionen, keine E‑Mail‑Schlangen bzw. Vermischungen. „Wer informiert wen – und wann?“ ist eine Regel, kein Zufall.
Hinweis: Abgesehen davon, dass das bequeme und schnelle WhatsApp "belauscht" wird, kann man damit keine "Unterlagen-Mappe" erstellen und auch nichts ausdrucken - also ist es nicht zum Dokumentieren geeignet!
4) Verbindliche Entscheidungen: Beschlüsse werden notiert, verteilt und umgesetzt. Nicht nur: „Haben wir doch besprochen.“ Sondern: „Steht im Protokoll, Termin ist gesetzt.“
5) Vorbereitung als Pflicht, nicht als Kür: Sitzungen sind kein Brainstorming, alle kommen vorbereitet, Unterlagen liegen vorher vor, und Entscheidungen werden nicht vertagt, weil jemand „nochmal drüber nachdenken“ muss.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Professionalisierung der Vereinsarbeit ein wichtiger Schritt ist, um traditionelle Gruppierungen für die Zukunft zu wappnen. Sie erfordert eine sorgfältige Planung, offene Kommunikation, die Einbindung aller Beteiligten wie auch moderne Methoden.
... to be continued 
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de




















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