Für ein grünes Stadtklima: Nidderau und der LPV starten Vorreiterprojekt

Sonntag, den 05. April 2026 um 08:00 Uhr Gut zu wissen - Umwelt
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Löwenzahnblüte - Symbolbild (c) HESSENMAGAZIN.de[MKK] Die Stadt Nidderau setzt ein Zeichen für die ökologische Zukunft der Region und hat in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband (LPV) Main-Kinzig-Kreis das zukunftsweisende Projekt „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ ins Leben gerufen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird ein Konzept entwickelt, das die städtischen Grünflächen nicht nur ökologisch aufwertet, sondern sie auch widerstandsfähiger gegen die Herausforderungen des Klimawandels macht. Der LPV übernimmt dabei die Federführung bei der Erstellung detaillierter Pflegekonzepte und konkreter Maßnahmenpläne, die eine moderne und nachhaltige Bewirtschaftung im Stadtgebiet sicherstellen.

Ein zentraler Baustein des Vorhabens ist die Verbindung von Biodiversität und praktischem Ressourcenmanagement. Das heißt, dass die Naturvielfalt in der Stadt erhöht und gleichzeitig dafür gesorgt werden soll, Pflegearbeiten und die anfallenden Naturmaterialien (wie Grünschnitt) sinnvoll zu nutzen als Kompost, Mulch oder Energieträger. Neben der Förderung der Artenvielfalt steht auch die Weiterbildung des städtischen Personals auf der Agenda.

Begreifbar wird der Klimaschutz für die Bevölkerung durch die geplanten „Pikoparks“. Diese kleinen, strategisch angelegten Naturoasen sollen das lokale Mikroklima spürbar verbessern und gleichzeitig neue Räume mit hoher Aufenthaltsqualität im urbanen Raum schaffen. Das Projekt setzt zudem auf eine starke Beteiligung der Öffentlichkeit, um das Bewusstsein für die Bedeutung natürlicher Klimaschutzmaßnahmen im direkten Wohnumfeld zu schärfen.

Die Finanzierung dieser bis 2027 angelegten Initiative erfolgt durch Fördermittel der KfW im Rahmen des bundesweiten Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Damit positioniert sich Nidderau als proaktive Kommune, die Klimaresilienz und Lebensqualität durch naturnahe Lösungen erfolgreich miteinander verknüpft.

Quelle Recherche Text: lpv-mkk.de


Hintergrund - Gut zu wissen

Das Projekt in Nidderau wird durch das KfW-Förderprogramm 444 „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ unterstützt. Dieses Programm ist Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesumweltministeriums.

1. Die vier Fördersäulen (Module)

Das Programm ist in spezifische Bausteine unterteilt, von denen Nidderau mehrere kombiniert:

2. Finanzielle Eckpunkte

3. Strenge ökologische Auflagen

Um das Geld zu erhalten, muss die Stadt bestimmte Mindestanforderungen erfüllen:

Dass der Landschaftspflegeverband (LPV) mit im Boot ist, ist kein Zufall: Die KfW fordert für Modul A oft ein professionelles Pflegekonzept als Voraussetzung. Der LPV liefert genau diese fachliche Expertise, damit die Stadt die Fördermittel rechtssicher abrufen kann.

Die offizielle Meldung zum Projektstart wurde am 6. März 2026 veröffentlicht

Das Programm ist aktuell (Stand 2026) und noch aktiv, da die Förderrichtlinie nach der letzten Aktualisierung bis Ende 2026 befristet wurde, um die Umsetzung der Maßnahmen bis 2027 zu ermöglichen. Aber die "Goldgräberstimmung" mit 90 % Förderung ist für Neuanträge vorbei. Nidderau hat hier also genau zum richtigen Zeitpunkt (vor dem Jahreswechsel 2025/2026) zugegriffen und sich die maximalen Mittel gesichert.

Das auch noch

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist das finanzielle Werkzeug der Bundesregierung, um politische Ziele – wie den Klimaschutz oder bezahlbaren Wohnraum – durch finanzielle Anreize in die Tat umzusetzen.  Sie ist die größte nationale Förderbank Deutschlands und gehört zu 80 % dem Bund und zu 20 % den Bundesländern.

Im Gegensatz zu einer normalen Geschäftsbank (wie der Sparkasse oder Volksbank) hat die KfW keine eigenen Filialen. Sie vergibt Geld nicht direkt an Privatpersonen. Man stellt den Antrag bei seiner eigenen Bank, und diese leitet ihn an die KfW weiter.

Quelle: Gemini - KI Google


Zusammenstellung: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de