50.000 Euro fürs digitale Dorf

Montag, den 16. März 2026 um 08:33 Uhr News Ticker - Geld vom Staat
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Pressebild (c) Wetteraukreis[Wetterau] Bundesfördermittel sollen dabei helfen, kommunale Daten für Bürgerinnen und Bürgern im ländlichen Raum zugänglich zu machen, z. B. wo es freie Bauflächen gibt, wie viele Rentner leben in meiner Kommune, wie viele Plätze hat die örtliche Kita noch zu vergeben, und wann fährt der nächste Bus ins Nachbardorf. Die Antworten auf solche Fragen sollen Bürgerinnen und Bürger ländlicher Kommunen in Zukunft schnell und einfach online über ein sogenanntes „Open Data-Portal“ einsehen können.

Das Förderprogramm „Land.Open.Data“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat möchte den ländlichen Raum so moderner, transparenter und zukunftsfähig machen. Der Wetteraukreis hat insgesamt 49.707,14 Euro Fördermittel vom Bund erhalten, um das Thema Offene Daten in seinen 25 Kommunen voranzutreiben.

Bis zum Ende des Jahres 2026 sollen möglichst viele kreisangehörige Kommunen als Kooperationspartner für das Open Data-Projekt gewonnen werden. Sie können zusammen mit der Kreisverwaltung und begleitet von einem Projektbüro ein Umsetzungskonzept für ein „Open Data-Portal“, das der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, erarbeiten.

Landrat Jan Weckler: „Ein offener Datenaustausch zwischen einer Kommune und ihren Bürgerinnen und Bürgern bedeutet deutlich weniger An- und Rückfragen von Einwohnern. Das sorgt für mehr Transparenz und unmittelbare Beteiligung. Offen nutzbare Geo-, Klima- und Statistikdaten unterstützen die Grundversorgung vor Ort. Open Data-Portale ermöglichen Innovationen und treiben die wirtschaftliche Entwicklung voran.“

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler: „Ein Beispiel, das bereits angegangen wird, sind digitalisierte Bebauungspläne. Wo diese öffentlich zugänglich zur Verfügung stehen, können Bürgerinnen und Bürger sich sehr leicht und ohne die Verwaltung zu fragen über geltende Vorschriften und Planungen informieren.“

Der Wetteraukreis sehe sich in der Verantwortung, die Kommunen, gerade auch die kleineren, bei der Umsetzung dieses Themas zu unterstützen, so die Erste Kreisbeigeordnete. Land, Bund und die Europäische Union hätten in den letzten Jahren immer neue gesetzliche Verpflichtungen und Rahmungen zur Bereitstellung Offener Daten durch die Kommunen erlassen. Der Druck auf die Kommunen, sich diesem Thema zu widmen, wachse. Daher freue sie sich darauf, mit dem Geld aus dem Förderprogramm einen guten Schritt voranzukommen und zum Vorbild für andere Landkreise werden zu können.

Bild oben (von links) Landrat Jan Weckler, Projektverantwortlicher Konrad Laurin Wolf, Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler und der Fachbereichsleiter für Regionalentwicklung und Umwelt, Christian Sperling

Quelle: Wetteraukreis