[Vogelsberg] Der Bund der Steuerzahler Hessen stellt in seiner aktuellen Kommunalfinanzanalyse fest, dass viele Städte und Gemeinden im Vogelsbergkreis ihre Grundsteuer‑Hebesätze deutlich erhöht haben. Acht der 19 Kommunen drehten 2026 an der Grundsteuer‑B‑Schraube, teils massiv. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Haushaltslage: Zwei Drittel der Kommunen können keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen, vielerorts sind die Rücklagen nahezu aufgebraucht.
Besonders stark steigen die Belastungen in Kirtorf und Feldatal, die nun die höchsten Hebesätze im Kreis aufweisen. Die Grundsteuer B trifft Eigentümer wie Mieter gleichermaßen, da sie über die Nebenkosten weitergegeben werden kann. Auch bei der Grundsteuer A und der Gewerbesteuer kam es zu Erhöhungen, erneut mit Kirtorf an der Spitze.
Der BdSt kritisiert, dass steigende Kosten – vor allem in der Kinderbetreuung und im Sozialbereich – die kommunalen Haushalte überfordern, während die Mittel aus dem Kommunalen Finanzausgleich nicht ausreichen. Bund und Land müssten die Kommunen entlasten, gleichzeitig seien die Gemeinden gefordert, Prioritäten zu setzen und Aufgaben stärker interkommunal zu lösen.
Positiv bewertet der Verband, dass Alsfeld 2026 vollständig auf Straßenbeiträge verzichtet. Die Einführung einer Grundsteuer C oder einer Verpackungssteuer ist im Vogelsbergkreis derzeit kein Thema.
Quelle Text und mehr: www.steuerzahler-hessen.de