[Hoher Vogelsberg] Eigentlich hat unser Hund es gut getroffen: Sein Zuhause liegt auf ca. 600 Höhenmetern im Mittelgebirge. Dort ist es normalerweise kühler als anderswo. Doch in der ersten krassen Hitzewelle dieses Jahres erreichen die Temperaturen hier auch 40 Grad. Draußen im Schatten fühlt sich das an wie in einem Backofen - vor allem bei wenig Wind.
Also wenden wir unsere bei seinem Vorgänger Leo erprobten Methoden an: Für notwendige Gassigänge wird sein Fell nass gemacht (sanft tropfnass bekippt).
Drinnen quirlen Ventiltoren die warme Luft zu einem leicht kalt empfundenen Windhauch. Doch da er seinen dicken "Pullover" nicht ausziehen kann, legen wir zur Erreichung von mehr Kühle ein nasses Baumwollhandtuch darauf. Ausgewrungen hält es lange feucht ohne Pfützengefahr :-)
Siehe: Schwitzender Hund im Fell-Pullover...
Die Verdunstung bewirkt zwar einen leichten Hundegeruch, aber Michels Hecheln lässt nach... und ENDLICH kann sich das Kerlchen entspannen und etwas schlafen.
Für ihn hat jetzt eine aufregend neue Zeit begonnen
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Michel lauscht in den Wald und erschnüffelt viele Spuren (c) HESSENMAGAZIN.de
Wir unternehmen zurzeit nur schattige Waldspaziergänge auf einsamen Wegen, da wir darauf achten, möglichst keinen anderen Hunden zu begegnen, die er anpöbeln könnte. Doch nun hört er anderes Getier im Unterholz rascheln, und alles riecht irgendwie fremdartig.
Geräusche kommen nicht mehr von Autos oder Menschen, sondern aus einer vielschichtigen Naturkulisse. Für einen Hund ist das wie ein eigenes Nachrichtenportal: Jede Spur erzählt eine Geschichte, jeder Geruch kündigt etwas an, das er noch nie erlebt hat.
Der Wald ist damit kein normaler Spazierweg, sondern ein neuer Erfahrungsraum, der Michel gleichzeitig fordert und fasziniert – ein Ort, an dem er wach, neugierig und hochkonzentriert ist.
Für uns ist dabei spannend zu sehen: Er zeigt immer öfter seine Unlust, wieder ins Auto zu steigen :-)
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de