Leitfaden für Journalisten, die über die Klimakrise berichten

Samstag, den 06. Juni 2026 um 09:06 Uhr Gut zu wissen - Dossier: Sprache und Verstand
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Symbolbild: Reporter on Tour - KI-generiert (c) Copilot von Microsoft[Welt] Anlässlich des Earth Days am 22. April veröffentlichte die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (RSF) einen praktischen Leitfaden für global agierende Journalisten, die über Umwelt- und Klimathemen berichten. Das Handbuch soll den Medienschaffenden dabei helfen, fundiert, unabhängig und sicher über die größte Herausforderung unseres Jahrhunderts zu informieren.

Ein gefährlicher Beruf

RSF erinnert daran, dass in den vergangenen Jahren viele Journalisten aufgrund ihrer Umweltrecherchen getötet wurden. Die Zerstörung von Ökosystemen ist eng mit Korruption und organisierter Kriminalität verknüpft, was die Arbeit vor Ort extrem gefährlich macht. Mit ihrem Leitfaden möchte RSF das Bewusstsein für diese Gefahren schärfen und Redaktionen weltweit dazu aufrufen, ihre Reporter besser zu schützen und der Klimaberichterstattung den Stellenwert einzuräumen, den sie verdient.

Der Leitfaden in Englisch zum Download:
https://rsf.org/en/earth-day-rsf-publishes-guide-journalists-covering-climate-crisis

Die Berichterstattung über die Klimakrise ist heute wichtiger denn je, gehört aber auch zu den schwierigsten und gefährlichsten journalistischen Aufgaben. Journalisten, die über Abholzung, illegalen Bergbau oder Umweltverschmutzung recherchieren, sind weltweit zunehmend Bedrohungen, juristischer Verfolgung und physischer Gewalt ausgesetzt. Gleichzeitig müssen sie sich mit komplexen wissenschaftlichen Daten und gezielten Desinformationskampagnen auseinandersetzen. Um die Leute bei dieser Arbeit zu unterstützen, hat RSF in Zusammenarbeit mit Experten den Leitfaden entwickelt

Der Leitfaden bündelt bewährte Methoden, Werkzeuge und Ratschläge für die Umweltberichterstattung und konzentriert sich auf drei Kernbereiche.

Sicherheit und Schutz vor Ort: Praktische Ratschläge für Reporter, die in risikoreichen Umgebungen arbeiten – von der Vorbereitung auf Recherchen in abgelegenen Gebieten (wie dem Amazonas) bis hin zum Umgang mit physischen Bedrohungen durch kriminelle Netzwerke oder staatliche Akteure.

Umgang mit wissenschaftlichen Daten und Desinformation: Methoden, um komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln und gezieltes "Greenwashing" sowie Desinformationskampagnen von Interessengruppen zu erkennen und zu entlarven.

Rechtlicher Schutz und digitale Sicherheit: Strategien zur Absicherung digitaler Kommunikation und zum Schutz von Quellen sowie Hinweise zum Umgang mit missbräuchlichen Klagen (sogenannten SLAPPs), die oft genutzt werden, um investigative Umweltberichte zu verhindern.

Mehr Informationen zum Thema: HIER <-KLICK

Quelle: Reporter ohne Grenzen e.V.