Geplantes Tierversuchsgesetz: Abbau bestehender Schutzstandards

Dienstag, den 21. Juli 2026 um 09:18 Uhr Thema - B R I S A N T
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Redaktionshund Michel: Entsetzt von KI-generiert / Beispiel Tierversuch mit 30 Hunden LESEN <-KLICKmal![Deutschland] Ein Bündnis von zehn Tierschutzorganisationen warnt vor dem geplanten Tierversuchsgesetz der Bundesregierung. Durch die Herauslösung der Tierversuchsregelungen aus dem Tierschutzgesetz drohten zentrale Schutzstandards zu entfallen, wie z. B. das Verbot der Tötung ohne „vernünftigen Grund“. Auch Anforderungen an Pflege und Haltung sowie die Möglichkeit von Verbandsklagen könnten wegfallen. Während die EU tierleidfreie Methoden fördert, würden dann Tierversuche in Deutschland erleichtert.

Trotzdem die Europäische Union den Übergang zu speziellen tierleidfreien Methoden vorantreibt und gezielt fördert, plant die Bundesregierung Hürden für Tierversuche zu verringern.

Das Bündnis sieht darin einen Rückschritt hinter geltendes Recht und einen Verstoß gegen das Staatsziel Tierschutz und ruft dazu auf, seine eingereichte Bundestagspetition “Stopp des geplanten Tierversuchsgesetzes” auf der Website des Deutschen Bundestags bis 31. August 2026 online mit zu unterzeichnen:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2026/_02/_02/Petition_194593.htm <-KLICK

Ziel ist, das neue Gesetz zu verhindern und die Tierversuchsregelungen im Tierschutzgesetz zu belassen. Ab 30.000 Unterschriften erfolgt eine Anhörung im Petitionsausschuss.

Gut zu wissen

Das Tierschutzbündnis besteht aus:

  1. Ärzte gegen Tierversuche e.V.
  2. Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.
  3. Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V.
  4. Deutscher Tierschutzbund e.V.
  5. mensch fair tier e.V.
  6. Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V.
  7. Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V.
  8. Politischer Arbeitskreis für Tierrechte in Europa e.V.
  9. Team Tierschutz gGmbH
  10. PETA Deutschland e.V.
Quelle Text: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Hintergrund

Tierversuche werden vor allem von Pharma‑ und Chemiekonzernen, Universitäten, staatlichen Forschungseinrichtungen und spezialisierten Auftragslaboren durchgeführt. Die Zwecke reichen von Grundlagenforschung über Arzneimittel‑ und Chemikalientests bis zu veterinärmedizinischen Prüfungen.

Verwendet werden überwiegend Mäuse, Ratten, Fische und Vögel, daneben auch Kaninchen. In geringerem, aber relevanten Umfang kommen auch Hunde und Katzen zum Einsatz, vor allem in regulatorischen Prüfungen (Kontrollen) für Medikamente und Chemikalien sowie in kardiologischen, toxikologischen und zahnmedizinischen Experimenten.

Mehr Infos: https://copilot.microsoft.com/shares/pages/Gayatw1aZBcootXR14A3W

Tierversuche in Hessen

In Hessen werden Tierversuche von den Regierungspräsidien genehmigt. Diese Behörden sind (NOCH!) für den Vollzug des Tierschutzgesetzes zuständig und bewerten jedes beantragte Versuchsvorhaben.

Die Justus‑Liebig‑Universität Gießen betreibt umfangreiche tierexperimentelle Forschung in Veterinärmedizin, Humanmedizin und Lebenswissenschaften. Auch die Philipps‑Universität Marburg führt Tierversuche in der biomedizinischen Forschung durch, insbesondere in Infektionsbiologie, Pharmakologie und Neurowissenschaften. In Frankfurt sind das Universitätsklinikum und die Goethe‑Universität beteiligt, vor allem in der Krebs‑, Immun‑ und Grundlagenforschung.

Daneben existieren kleinere, spezialisierte Einrichtungen, darunter veterinärmedizinische Institute, toxikologische Labore und einzelne private Forschungsunternehmen. Die genaue Anzahl und die jeweiligen Projekte sind öffentlich einsehbar, weil jedes Tierversuchsvorhaben in Deutschland gesetzlich veröffentlicht werden muss.


Die offizielle deutsche Datenbank AnimalTestInfo und die EU‑Datenbank ALURES dokumentieren alle genehmigten Projekte mit Angaben zu Einrichtungen, Tierarten und Belastungsgraden.

AnimalTestInfo ist die deutsche Datenbank, in der alle genehmigten Tierversuchsvorhaben veröffentlicht werden. Sie enthält für jedes Projekt eine nicht‑technische Zusammenfassung, Angaben zu Zweck, Belastungsgrad und verwendeten Spezies. Dort kann man nach Einrichtungen, Tierarten oder Forschungszwecken suchen:
https://animaltestinfo.de

ALURES ist die EU‑Datenbank, die dieselben nicht‑technischen Projektzusammenfassungen für alle Mitgliedstaaten bereitstellt. Sie ermöglicht länderübergreifende Recherche und Vergleichbarkeit der Tierversuchsdaten: 
https://webgate.ec.europa.eu/envdataportal/content/alures/section1_number-of-animals.html (notfalls übersetzen!)

PS: Der Link auf dem Bild oben führt zu einem genehmigten Tierversuchsprojekt aus der Liste von AnimalTestIngo: "Aus-, Fort- und Weiterbildung für toxikologische Standardmethoden am Nichtnager (Minischwein und Hund)." 

Zitat: Ein Teil der Hunde sowie der Minipigs werden am Ende des Versuchs getötet, denn auch die Euthanasie und die technische Durchführung der Sektion mit Präparation der Organe muss von neuen Mitarbeitenden erlernt werden.

Mehr Projekte mit Hunden - SUCHE: HIER <-KLICK

Quelle Ergänzungen: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de