Michel und die summenden Fliegen im Gartenprojekt

Donnerstag, den 30. Juli 2026 um 05:14 Uhr Gut zu wissen - Gartenlust & Flügeltiere
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Redaktionshund Michel bewacht die Terrasse (c) HESSENMAGAZIN.de
Redaktionshund Michel bewacht die Terrasse – aufmerksam und sichtlich fasziniert vom Insektensummen (c) HESSENMAGAZIN.de

[Hoher Vogelsberg] Zwei hohe alte Wildkirschenbäume säumen die Terrasse. Von ihnen fallen zurzeit saftige, reife knöpfchengroße Kirschen herunter, die zuhauf auf dem Terrassenpflaster landen. Dort beginnen sie in der Sommerhitze am Boden rasch zu gären. Die dabei entstehenden Duftstoffe und der hohe Zuckergehalt ziehen zahlreiche Insekten an – darunter Bienen, Wespen, Fliegen und sogar die Schmetterlinge aus dem Garten. Das Ergebnis ist ein lebhaftes Summen, Flattern und leises Brummen, das den Eindruck erweckt, dort würde eine kleine Sommergesellschaft feiern.

Alle angeschickert - beschwipst? Nein, der bei der Gärung entstehende Alkohol liegt nur in sehr niedriger Konzentration vor und ist für die geflügelten Besucher nicht schädlich. Die Insekten nutzen die Fruchtsäfte als Energiequelle und tragen sogar zur Zersetzung und Nährstoffrückführung in den Boden bei, sofern man die Kirschen täglich abfegt. Zurück bleiben auf den Pflastersteinen lila Matschflecken und ein süßlicher Geruch.

Michel muss daran gehindert werden, die gärenden Obstbrei-Reste aufzulecken und die herumsausenden Insekten zu schnappen. Den Kirschenmatsch schaufelt man also besser auf den zurzeit krass trockenen Boden unter Sträucher und das hohe Gras, wo er zerfällt und von Bodenorganismen aufgenommen wird.

Die Kirschkerne darin sind harte, neutrale Partikel, die keinen Schaden anrichten, nicht faulen und kaum keimen. Wir haben bei der KI nachgefragt, ob das gut für den Boden ist.

Die Anwort: Kirschkerne sind biologisch träge und keine Bodenverbesserer. Sie verrotten extrem langsam und tragen nicht zur Bodenstruktur bei. Sie wirken nicht wie Mulch oder Sand bzw. anderes organisches Material und verändern die Wasserdurchlässigkeit oder Belüftung des Bodens praktisch gar nicht. Sie liegen einfach da wie kleine Kiesel - optisch störend, funktional neutral. Beim flachen Einarbeiten wird der Kirschen-Matsch innerhalb weniger Tage mikrobiell abgebaut; eine strukturelle Bodenverbesserung findet allerdings nicht statt. (Copilot)

Mahlzeit... Unser "selbsttätiges" Gartenprojekt bietet anscheinend noch einiges an Überraschungen.

Cool

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de