NABU Frühlingstipp für einen insektenfreundlichen Garten oder Balkon

Dienstag, den 10. März 2026 um 08:15 Uhr Gut zu wissen - Gartenlust & Flügeltiere
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Hummel auf einem Krokus (c) HESSENMAGAZIN.de[Hessen und Drumherum] In den ersten warmen Tagen lassen sich die ersten Wildbienen in den Gärten und oft auf dem Balkon sehen. Nach der langen Winterzeit sind jetzt Hummeln und Mauerbienen unterwegs, um Energie zu tanken und Brutplätze zu finden. Bunte Frühlingsblumen wie Schneeglöckchen, Winterling, Krokus und Märzveilchen sorgen für Blütennektar und Pollen als Nahrungsquelle. Im Garten bieten sich zudem Sträucher wie Kornelkirsche, Schlehe und Salweide an.

­Züchtungen mit gefüllten Blüten bieten Wildbienen keine Nahrung

Frühblühende Zwiebelpflanzen wie Schneeglöckchen, Winterling und Krokus sind hervorragend an den kalten Vorfrühling angepasst. Sie lagern in den Zwiebeln Reserven ein, um im Frühjahr eine neue Pflanze mit Blüten zu bilden. Um bei Kälteeinbrüchen und Frost gut geschützt zu sein, besitzen viele Frühblüher zudem „Frostschutzmittel“ - bestimmte Salze in den Zellen, die verhindern, dass Wasser in Knollen, Trieben und Blättern gefriert.

Im März suchen Hummeln & Co. einen sicheren Platz für die Eiablage und den Nestbau. Gute Plätze für die einzeln lebenden Wildbienen sind Totholz, hohle Pflanzenstängel und sandige Offenstellen im Garten oder Holzstapel, Steinhaufen und verlassene Mauselöcher. Auch künstliche Nisthilfen für Wildbienen oder Hummelkästen werden gerne angenommen. Bei den sogenannten „Bienenhotels“ für solitäre Wildbienen ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Bruthilfen austauschbar sind und nicht fest verbaut werden. Da öfter genutzte Brutröhren in Holzklötzen und Stängeln mit der Zeit verpilzen und verkeimen können, sollten die Elemente spätestens alle drei bis vier Jahre ausgetauscht werden.

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Quelle Text: Naturschutzbund (NABU) - Landesverband Hessen e.V.